Alles Lernen ist Spielen - Alles Spielend Lernen

Erziehungsziel:

Freiheit und Nähe verbinden - beides fördern und zulassen!
Lernen, sich eingebunden, stark und sicher zu fühlen über

  • den eigenen Körper wahrnehmen und ihn spüren
  • wissen, woraus ich Kraft schöpfe, was mir Kraft bzw. Energie gibt
  • sich im Einklang mit der Schöpfung befinden, d.h. mit der Natur und ihren Elementen
  • mit anderen Menschen in Verbindung zu sein.

Kinder stark machen heißt, ihnen vielfältige Möglichkeiten zu bieten, wie sie ihre Sinne entwickeln und darüber sich selbst kennenlernen können. D.h., sie zu fördern in ihrer Selbstwahrnehmung und ihrem Selbstbewusstsein.

  • Wie und was fühle, rieche, schmecke, höre oder sehe ich?
  • Welche Gefühle habe ich während ich mit meinen Sinnen wahrnehme?
  • Sind es eher JA-Gefühle oder NEIN-Gefühle?
  • Wie kann ich damit umgehen?

Ziel ist es dabei, schon sehr früh dem Kind dabei zu helfen, Kompetenzen zu erlangen: 

Selbstkompetenz, d.h., die körperliche und seelische Stabilität über die Zugänge zur eigenen Kreativität und Intuition.

Die Sozialkompetenz, d.h., Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen gestalten können, Aufgaben übernehmen.

Schließlich Sachkompetenz, d.h., das konkrete Tun und die Entwicklung der Allgemeinbildung.

 

Darüber hinaus gehören zur Entwicklung von Selbstbewusstsein der Kinder einige wichtige Grundsätze in der Erziehung durchs Elternhaus aber auch durch die ErzieherInnen bzw. GruppenleiterInnen oder andere Erziehungspersonen.

 

Erzieherische Botschaften an die Mädchen und Jungen sind im präventiven also stärkendem Sinne:

  • Über deinen Körper bestimmst du allein.
    Du bist wichtig und hast das Recht zu bestimmen, wie, wann, wo und von wem du angefasst werden möchtest.
    Kinder sollen wissen, dass sie ein Selbstbestimmungsrecht auf ihren Körper haben. Durch die Förderung eines positiven Körperbewusstseins (Selbstwertgefühl!) ermöglichen wir dem Kind, stolz auf seinen Körper zu sein, ihn zu lieben und ihn zu verteidigen.
  • Deine Gefühle sind wichtig.
    Du kannst deinen Gefühlen vertrauen. Es gibt angenehme Gefühle, bei denen du dich gut und wohl fühlst. Unangenehme und seltsame Gefühle sagen dir, dass etwas nicht stimmt. Wir sind froh, wenn du mit uns über deine Gefühle sprichst, auch wenn es seltsame Gefühle sind.
    Ein Kind das lernt, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, wird sich weniger manipulieren lassen. Die Schwierigkeit das ist, dass die meisten Erwachsenen nicht gelernt haben, über die eigenen Gefühle zu sprechen.
  • Es gibt angenehme und unangenehme Berührungen.
    Es gibt Berührungen, die sich gut anfühlen und die richtig glücklich machen. Es gibt aber auch solche, die seltsam sind, Angst auslösen oder sogar weh tun. Erwachsene habe nicht das Recht, dich dazu zu zwingen.
    Ein mangelndes oder gebrochenes Selbstwertgefühl hängst oft damit zusammen, dass die Grenzen von Mädchen und Jungen auf verschiedenen Ebenen verletzt d.h. nicht respektiert wurden. Es gibt emotionale und körperliche Grenzen.
  • Du hast das Recht, NEIN zu sagen.
    Lass uns überlegen, in welcher Situation es schlecht sein könnte, zu gehorchen.
    Natürlich gibt es Situationen, in denen das NEIN eines Kindes übergangen werden muss. Klare Grenzen sind nötig (s.o.). Aber es gibt Situationen, in denen sich das Kind durch ein NEIN schützen kann. Welche sind das? Wie ist das bei den Erwachsenen?
  • Es gibt und gute und schlechte Geheimnisse.
    Es gibt gute Geheimnisse, die Freude machen und spannend sind. Schlechte Geheimnisse fühlen sich schwer und unheimlich an. Die sollst du unbedingt weitersagen, damit dir leichter wird.
    Wir müssen den Kindern den Unterschied zwischen Überraschung, Streichen, "Kindergeheimnissen" einerseits und Erpressungen, Bestechungen andererseits klarmachen. Wir ermutigen Kinder, Geheimnisse, die sie belasten und bedrücken, ohne schlechtes Gewissen, weiterzuerzählen. 
  • Suche Hilfe.
    Wenn dich ein unheimliches Geheimnis oder Problem belastet, bitte ich dich, es mir oder einer anderen Person deines Vertrauens zu erzählen. Lass uns eine Liste machen, von den Menschen, mit denen du über schwierige Dinge reden kannst.
    Kinder kommen immer wieder in Situationen, in denen sie sich alleine nicht zurecht finden. Sie sollten deshalb wissen, dass es ihr Recht ist, sich Hilfe zu holen, wie es auch in der UN-Konvention über die „Rechte des Kindes“ festgehalten ist. Auch Erwachsene sollten nicht scheuen, sich in schwierigen Situationen Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

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