"Wir sind Mädchen der Einen Welt"

Interkulturelle Mädchengruppe spielt "Anna und Aziza"

Feuervogel e.V. verbindet mit diesem Projekt Prävention von sexueller Gewalt mit interkulturellen bzw. Integrationsansätzen insbesondere mit denen, die niemand im Fokus hat und für die es keine spezialisierten Angebote gibt: die Mädchen. Mit geflüchteten und Rastatter Mädchen im Alter zwischen 12-15 Jahren begannen wir diese Arbeit bereits 2016 und konnten erfolgreich ein Theaterstück mit dem Titel „Frühlings Erwachen“ präsentieren.

 

Ein 2. Projekt mit neuen Mädchen kann nun umgesetzt werden. Es heißt „Anna und Aziza“ und einmal in der Woche wird dafür geprobt. Es ist autobiographisch und vergleicht das Leben der Mädchen auf unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.

 

Da sich die Mädchen in verschiedenen Kultur- und Lebenszusammenhängen entwickelt haben, aber im Alter von 12 – 15 Jahren bei aller Verschiedenheit die Pubertät als Neuorientierung und dominantem Körpererleben für sie alle verbindend ist, wollen wir die in dieser Zeit entstehenden Lebensentwürfe und Körperbilder in den Mittelpunkt des Austausches stellen.

 

Jedes Mädchen hat eine eigene Geschichte. Alle diese Geschichten sollen erzählt werden und ein neues Theaterstück entstehen.

 

Interkulturelle Mädchengruppe spielt Wedekinds „Frühlings Erwachen“

Seit Oktober 2016 befassen sich zehn Mädchen mit und ohne Fluchthintergrund zwischen zwölf und 16 Jahren mit der Theaterarbeit. Während in den ersten Monaten das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund stand, hat sich die Gruppe in den letzten Monaten mit der Inszenierung von Frank Wedekinds Frühlings Erwachen beschäftigt.

 

Das Stück handelt von jungen Menschen zwischen Kindheit und Erwachsensein, die sich als Heranwachsende persönlich und gesellschaftlich orientieren und positionieren müssen. Wenngleich das Stück im 19. Jahrhundert spielt, so können ohne weiteres Parallelen zur heutigen Zeit und den heutigen Problemen von Jugendlichen gezogen werden, denn es geht um die Entdeckung des eigenen Körpers sowie der eigenen Sexualität, um Leistungsdruck in der Schule und um gesellschaftliche Normen, Werte und Sitten.

 

Mit diesen Herausforderungen werden junge Menschen aller Kulturen und Religionen im Laufe ihres Lebens konfrontiert. Wir haben uns anhand des Theaterstücks von Wedekind auf die Suche gemacht, was das Stück für die teilnehmenden Mädchen bedeutet: Welche Probleme sind vertraut? Was könnten Lösungen dafür sein? Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen den Teilnehmerinnen und welche Unterschiede zeigen sich?

 

1. Öffentliches Hearing "Kindesmissbrauch im familiären Kontext"

am 31.Januar 2017 in Berlin mit unserem langjährigen Mitglied Maria-Andrea Winter als Panelteilnehmerin

Wir sind Mädchen der Einen Welt!

Integrationsoffensive Baden-Württemberg

„Das WIR gestalten“ 2016

Projektnummer 3/2016

Projektträger Feuervogel e.V. – AK „Kinder haben Rechte“

www.feuervogel-rastatt.de

Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2016

Zielgruppe: Mädchen verschiedener Herkunft im Alter von 12 – 15 Jahren

 

 

Projekttitel: „Wir sind Mädchen der Einen Welt!“

 

Im Rahmen der Integrationsoffensive Baden-Württemberg „Das WIR gestalten – Teilnahme ermöglichen“ erfährt der Verein Feuervogel e.V. bzw. AK „Kinder haben Rechte“ eine finanzielle Förderung für das Projekt „Wir sind Mädchen der Einen Welt“. Es handelt sich dabei um ein nachhaltiges Integrationsprojekt für Mädchen im Alter von 12 – 15 Jahren. Im Projektzeitraum sollen die Potenziale geflüchteter Mädchen für deren Integration genutzt und in der Auseinandersetzung 1 zu 1 mit gleichaltrigen hiesigen Mädchen zu gegenseitigen Anerkennung und Bereicherung im neuen Lebensumfeld führen.

 

Mit diesem Projekt wollen wir einen Begegnungsraum schaffen für Mädchen, die sich zunächst im Laufe eines Jahres regelmäßig im geschützten Rahmen und unter sozial- und traumapädagogischer Leitung treffen und kennenlernen können. Im besten Fall sollen anhaltende freundschaftliche Beziehungen daraus entstehen.

 

Zwar haben sich die Mädchen in verschiedenen Kultur- und Lebenszusammenhängen entwickelt, aber im Alter von 12 – 15 Jahren ist die Pubertät als Neuorientierung und dominantem Körpererleben bei aller Verschiedenheit sicher ein verbindendes Element. Wir wollen gerade die in dieser Zeit entstehenden Lebensentwürfe und Körperbilder in den  Mittelpunkt des Austausches stellen.

Jedes Mädchen hat eine eigene Geschichte. Alle diese Geschichten sollen im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen und erzählt werden. Im geschützten Rahmen wird eine Annäherung und ein Austausch ermöglicht, Vertrauen und Gemeinsamkeit werden aufgebaut aber auch Trennendes und Verschiedenheit herausgearbeitet.

 

Allen gemein ist die Phase der Pubertät, die sie durchleben und in der die Mädchen ein Zukunftsmodell oder ein Lebensentwurf für sich und ihren Körper suchen und definieren.

 

Vielfalt, Einzigartigkeit und Freundschaft sind die Werte, mit denen in unterschiedlichster Art und Weise gearbeitet werden wird.

 

Das Projekt beinhaltet Angebote im Bereich Kultur (Film, Theater, Fotografie, Malerei, Musik) und Naturerfahrung (Natur- und erlebnispädagogische Aktivitäten).

 

Regelmäßige Treffen in der Rastatter Gustav-Heinemann-Schule und anderen Orten werden ergänzt durch Workshops (Theater, Film, Musik, Selbstbehauptung,…) sowie erlebnispädagogische Ferienprogramme.

 

Ziele zusammengefasst:

 

1.      Integration von geflüchteten Mädchen (Freundschaft schließen – Vertrauen gewinnen – Ankommen).

 

2.      Selbstbilder entwerfen (Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft). Im Austausch Bereicherung erfahren.

 

3.      Zusammenwachsen – Differenzierung vornehmen (Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Gruppe erkennen und leben).

 

Kooperationen:

  • AK „Kinder haben Rechte“
  • Gustav-Heinemann-Schule
  • Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Stadt Rastatt
  • NaturFreunde Rastatt e.V.
  • Jugendtheater Rastatt Ensemble 99 e.V.
  • Touched by horses – Riederhof Gernsbach
  • Feuervogel e.V. und Rastatter Jugendtreff
  • Verein Junge Flüchtlinge Rastatt e.V.

 

Geplanter Ablauf Übersicht:

  • Insg.30 Wochen bis Ende 2016: wöchentliche Treffen (Mittwochnachmittag) bzw. Ferienprogramme.
  • Treffpunkte bzw. -Orte sind: Schule/Naturerlebnisstation/Beratungsstelle Feuervogel/“Tanzraum“/Pferdehof
  • 2 Tage Selbstbehauptungstraining
  • 2 Tage Workshop Theater
  • 3 Tage Hüttenaufenthalt (Rote Lache/Nordschwarzwald)
  • 2 Tage Videowerkstatt

 

Für das vorläufige Projektende wird eine Veranstaltung mit Präsentation in der Gustav-Heinemann-Schule oder einem anderen Ort vorbereitet und durchgeführt.

 

Unser Ziel ist es, eine Verlängerung des Projekts zu erreichen.

 

Rastatt, den 06.06.2016

 

Uschi Böss-Walter

Dipl. Sozialpädagogin

Projektleitung

 

 

Dieses Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, umgesetzt durch die Integrationsoffensive Baden-Württemberg.

 

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Merseburg 30.11.2017

Johannes-wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs