Willkommen bei Feuervogel e.V.

Verein für ein selbstbestimmtes Leben –                             Frei von sexueller Gewalt

Beratung und Hilfen. Information und Begleitung. Prävention.

Mädchen der einen Welt - neues interkulturelles Theaterprojekt

Was geschehen, ist geschehen.

 

 

 

Das Wasser
Das du in den Wein gossest, kannst du
Nicht mehr herausschütten.

 

Aber
Alles wandelt sich.

 

Neu beginnen
Kannst du mit dem letzten Atemzug.

 

(B. Brecht)

 

Bericht vom Rastatter Fachtag 2017

Geschichten erzählen - Geschichten, die zählen!

23. November 2017 von 9 -17 Uhr                                          im Landratsamt Rastatt

Was geschehen ist, ist geschehen …

 

 

 

Der 10. Rastatter Fachtag „Geschichten erzählen – Geschichten, die zählen!“ den das Team des AK „Kinder haben Rechte“ (Ulrike Fritsch und Uschi Böss-Walter von Feuervogel e.V., Tatjana Kleehammer vom Fachbereich Jugend, Familie und Senioren Kundenbereich Kindertagesbetreuung der Stadt Rastatt, Sabrina Schröder, „Besondere Soziale Dienste - Jugendarbeit und Jugendschutz im Landkreis“ auch 2017 wieder verantwortet, konnte unter der Schirmherrschaft von Landrat  Jürgen Bäuerle und den stärkenden Grußworten der Regierungspräsidentin Nicolette Kressl am vergangenen Donnerstag erfolgreich durchgeführt werden.

 

110 Fachkräfte aus sozialen, therapeutischen Berufen und einige in Ausbildung befindliche Erzieher*innen nutzen die Gelegenheit, sich noch besser zu qualifizieren für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

 

Prof. Dr. Barbara Kavemann eröffnete die Tagung mit der Präsentation ihrer wissenschaftlichen Forschung „Erinnern, Schweigen und Sprechen nach sexueller Gewalt in der Kindheit“ - Ergebnisse einer Interviewstudie mit Frauen und Männern, die als Kind sexuelle Gewalt erlebt haben. Als berufenes Mitglied in die „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland“ hob sie hervor:  „Mir ist wichtig, dass unsere Gesellschaft neben dem Leid und Unrecht auch die Stärke und Überlebenskraft vieler Betroffener anerkennt“.

 

Sie betont des Weiteren: „Der Prozess der Aufarbeitung betrifft uns alle. Die Gesellschaft muss sich damit auseinandersetzen, dass sie in der Vergangenheit unwissend war oder vielfach weggesehen und geschwiegen hat. Wir können einen Weg aufzeigen, wie sie sich ihrer Mitverantwortung stellen und dazu beitragen kann, dass sexueller Missbrauch geächtet und in Zukunft wirksamer verhindert wird.“

 

 

 MariaAndrea Winter, die seit vielen Jahren im Rastatter Selbsthilfenetzwerk aktiv ist und die im Frühjahr 2017 am 1. Bundesweiten Hearing zur Aufklärung des sexuellen Kindesmissbrauchs in der Familie teilnahm, erzählte anschließend ihre ganz persönliche Geschichte. “Als Kind dachte ich, dass ich die einzige bin, der das passiert. Heute weiß ich, es gibt viele. Heute kann ich darüber sprechen und andere dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen.“

 

 Die Motivation, ihre Geschichte zu erzählen, war klar und eindeutig. Und so berührte sie die Tagung mit ihren ganz besonderen Worten:

"Egal wie schwer es sich gestaltet, hört nicht auf, daran zu glauben, dass es eine gute Entwicklung für uns alle geben kann! Denn wir sind trotz unserer Geschichte kompetente, mutige und wertvolle Menschen!"

 

 

 

 

Mit ihrer ganz praktischen Einführung in die„Body2Brain“- und die EMDR Methode zeigte Frau Dr. Croos-Müller den Fachkräften Möglichkeiten zum Umgang mit belastenden Erlebnissen bei sich selbst und in der Arbeit. Ihr Motto heißt „Alles, was uns glücklich macht, hilft uns, schwierige Zeiten besser zu überstehen.“ Frau Croos-Müller forderte die Teilnehmer*innen auf: „Was geschehen ist, ist geschehen. Seien Sie lebensmutig und zuversichtlich! Fühlen Sie sich als Teil der Menschheit mit Verantwortung für eine gute Gegenwart und lebenswerte Zukunft! Stärken Sie sich, um negative Einflüsse und destruktive Menschen zu überwinden.“

 

Die Tagung beschloss ein lebendiger interaktiver  Vortrag von Jacqueline Frittel, Theaterpädagogin und Leiterin des neuen Rastatter Jugendtheaters „Phönix“. Sie zeigte am Beispiel eines interkulturellen Theaterprojekts mit 10 Mädchen, welche große transformative Kraft im Zusammentreffen verschiedener Kulturkreise steckt.

 

 

 

„Was geschehen ist, ist geschehen…Alles wandelt sich. Neu beginnen - Kannst du mit dem letzten Atemzug.“ Der Brechtsche Gedanke wird am Ende der Tagung zur kraftvollen Aufforderung, aufmerksam zu sein und sich gegenseitig in dieser wichtigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.

 

 

fachtagung_rastatt_2017_web.pdf
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"Wir sind Mädchen der Einen Welt"

Interkulturelle Mädchengruppe spielt Wedekinds „Frühlings Erwachen“

Fotos: Dirk Flackus

1. Öffentliches Hearing "Kindesmissbrauch im familiären Kontext"

der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

am 31.Januar 2017 in Berlin mit unserem langjährigen Mitglied Maria-Andrea Winter als Panelteilnehmerin

© H.C. Plambeck

Andrea-Maria Winter mit Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

STÄRKE- Elternkurs für Mütter in besonderen Lebenslagen

 

Kurse sind Mittwochabend ( 4 x2 Stunden)

 

 „Stärke für Mütter -

 ein Angebot für Frauen mit sexuellen Gewalterfahrungen“

 

Ausgangslage:

Wenn Mütter in ihrer Kindheit oder Jugend selbst Opfer sexueller Gewalt wurden, wirkt sich dies auf ihre Rolle als Mutter und Familienfrau selbstverständlich in irgendeiner Art und Weise aus.

Obwohl die Frauen, die „Maschen“ der Täter d.h. ihre Strategien sehr genau kennen, kann es sein, dass sie den eigenen Wahrnehmungen nicht vertrauen. Ihr Selbstwertgefühl und -vertrauen ist diesbezüglich extrem erschüttert, ein Ergebnis der wirksamen Täterstrategie.  So kann es sein, dass Mütter oft selbst Gewalt auf ihren Körper ausüben, sie häufig kein Vertrauen in die eigenen Selbstverteidigungskräfte, in die Beziehungen zu anderen Menschen haben bzw. sie extrem  misstrauisch und übersensibel in den Beziehungen sind. Freude an der eigenen Sexualität zu erleben, stellt eine großes Herausforderung dar und gilt doch als Kriterium für eine "normale" Frau.

 

Als Mütter fragen sich solche Frauen häufig, ob und welche Fehler sie aufgrund ihrer Erfahrungen in der Erziehung der eigenen Kinder machen und wünschen sich Hilfestellung, Unterstützung, Beratung.

 

Neues Mädchen-Projekt

Integrationsoffensive Baden-Württemberg

„Das WIR gestalten“ 2016

   

Engelstraße 37    76437 Rastatt   

Tel.: 07222 / 78 88 38

E-Mail:info@feuervogel-rastatt.de

Sprechzeiten: Montag 14-15 Uhr & Donnerstag 11-12 Uhr

 

Spendenkonto:

IBAN: DE24 6629 0000 0016 7555 08

                                              BIC:    VBRADE 6KXXX

 

 

Plakette des Landes Baden-Württemberg für
„Vorbildliche kommunale Bürgeraktionen 2004“

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"Wie gehen wir an, was alle angeht?"

Merseburg 30.11.2017

Johannes-wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

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