Wie kann ich mein Kind schützen?

Kinder stark machen!!

„Geh mit keinem Fremden mit....“ ist ein häufiger Ratschlag, kann aber als vorbeugende Maßnahme gegen sexuelle Gewalt bei weitem nicht ausreichen.

Natürlich soll ein Kind wissen, dass es mit niemandem mitgehen, zu niemandem ins Auto steigen und keinen Fremden in die Wohnung lassen darf.

Noch wichtiger ist es, dass ihr Kind genau weiß, wie es sich in bestimmten Situationen verhalten soll und welche Rechte es Erwachsenen gegenüber hat.

Ein selbstbewusstes Kind, das weiß, was Erwachsene von ihm fordern dürfen, kann sich eher seiner Haut wehren.

 

Der beste Schutz vor sexuellem Missbrauch ist eine Erziehungshaltung, die Kinder fürs Leben stark macht!

  • Zeit und Zuwendung
    Ein Kind das Zärtlichkeit und Zuwendung von den Eltern erhält ist weniger offen für Täterstrategien.
    Im täglichen Ablauf sollte Zeit für Gespräche sein.
  • Der beste Schutz ist Selbstsicherheit und Selbstständigkeit
    Ein Kind das, weiß was es will und dies auch gegenüber Erwachsenen ausdrücken kann, ist für den Umgang mit fremden und bekannten Menschen gut gerüstet.
  • Körperbewusstsein und sexuelle Selbstbestimmung fördern
    Ein Kind das, weiß was es will und dies auch gegenüber Erwachsenen ausdrücken kann, ist für den Umgang mit fremden und bekannten Menschen gut gerüstet.
    Kinder die von Geburt an ihren eigenen Körper kennen lernen, ihre Sinne entwickeln und ihre Stärken erproben dürfen, erleben den eigenen Körper als wertvoll und schützenswert.
  • Den eigenen Gefühlen trauen
    Schon von klein auf sollten Kinder lernen, den eigenen Gefühlen zu vertrauen. Sprechen Sie mit ihrem Kind über seine Gefühle und nehmen Sie sie ernst.
  • Grenzen geben Sicherheit
    Wichtig ist es, dass in der Familie die Intimsphäre jedes einzelnen respektiert wird.
  • Über Sexualität reden
    Kinder haben eine natürliche Neugier darauf, etwas über sexuelle Dinge zu erfahren. Sie wollen wissen woher sie kommen und wie sie entstanden sind. Gehen Sie auf die Fragen Ihrer Kinder ein. Kinder lernen so eine Sprache über sexuelle Dinge kennen und wissen, dass sie mit diesem Thema mit Ihnen sprechen können.
  • Gute und Schlechte Geheimnisse
    Kinder lernen gute Geheimnisse wie z.B. Überraschungen von schlechten beängstigenden Geheimnisse zu unterscheiden. Wenn Heimlichkeiten unheimlich werden, ist es besser sich mitzuteilen.
  • Hilfe holen
    Kinder sollen lernen sich bei Kindern und Erwachsene Hilfe zu holen.

 

Regeln für selbständige Kinder und ihre Eltern

  • Präventive Erziehung darf auf keinen Fall Angst machen. Denn Angst erzeugt Schwäche und Hilflosigkeit.
  • Die Kinder brauchen Stärke und Energie, um sich wehren zu können.

 

Literaturhinweise:

Auf der Website  www.ane.de können Sie folgende Broschüren anfordern:

  • “Über Sexualität reden”
  • „Körper, Liebe, Doktorspiele“
  • „Kinder stark machen – Sexuellem Missbrauch vorbeugen“
  • “Mit Respekt geht's besser – Kinder gewaltfrei erziehen“

 

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Johannes-wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs